Sowohl Erfahrungen als auch zahlreiche Untersuchungen in den letzten Jahren belegen, dass angesichts einer beschleunigten Digitalisierung aller Lebensbereiche ein deutlich geringerer Prozentsatz der älteren Generation über digitale Grund- und Anwendungs-kompetenzen verfügt, als das bei der jüngeren Generation der Fall ist. Dieser Prozentsatz nimmt bei der Altersgruppe ab 75 Jahren noch einmal deutlich zu. Es besteht für diese Gruppe ein erhöhtes Risiko, von Teilen der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Teilhabe ausgeschlossen zu bleiben, wenn analoge Angebote der Verwaltungen, bei Dienstleistungen oder im Gesundheitswesen durch digitale ersetzt werden.
Um den Kompetenzerwerb weiter auszubauen und mehr und ältere Senior:innengruppen anzusprechen, bedarf es einer Erweiterung der Lernorte, niedrigschwellig und in einem vertrauten Umfeld. Diese Erweiterung der Lernorte birgt auch die Möglichkeit in sich, zukünftig mehr Bürger:innen im Sinne des WBG einzubeziehen. Dort müssen vielfältige Unterstützungsformate initiiert werden, die den unterschiedlichen Neigungen und Möglichkeiten von Senior:innen entsprechen (vom klassisch-formalen Kurs bis zum persönlichen Aufsuchen). Dort wird dann ein breites Spektrum an Lerninhalten angeboten, die den vielfältigen Präferenzen von Senior:innen entsprechen.
