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Unserer Einladung zur Veranstaltung  'Gemeinsam für die Region'  Ende Februar in Kleinmachnow folgten Vertreter aus Kommunen, der Seniorenbeiräte, Vorsitzende der Personalbeiräte der Kommunen TKS, Vertreter der Politik, Ehrenamtliche und interessierte Bürger und Bürgerinnen.

Ziel war es für ehrenamtliches Engagement zu sensibilisieren, zu werben. Auch Antworten zu geben auf die Fragen:

  • Ist ehrenamtliches Engagement in unserer heutigen Zeit wichtig?
  • Was bewirkt es, wem nutzt es?
  • Profitieren die Freiwilligen selbst von ihrem Engagement?

In ihren einführenden Worten unterstrich Dr. Ingrid Witzsche, stellv. Vereinsvorsitzende, wie wichtig ehrenamtliches Engagement im Zuge der demografischen Entwicklung ist und immer mehr an Bedeutung gewinnt. In diesem Prozess darf man nicht auf die Kompetenzen und Potenziale der Älteren verzichten, sondern muss sie einbeziehen, machte sie deutlich. Sie führte weiter aus: 'Eine zukunftsfähige Gesellschaft kann sich am besten entwickeln, wenn Junge und Ältere, Akteure aus Wirtschaft, Kommunen, Zivilgesellschaft und Politik ihre Kräfte bündeln.'  Also: Gemeinsam für die Region!

Diese Philosophie verfolgen wir auch mit unserem Projekt Neue Horizonte. Gemeinsam mit ortsansässigen Unternehmen und den Kommunen erproben wir, wie man ausscheidende Mitarbeiter an ein mögliches ehrenamtliches Engagement in ihrer nachberuflichen Lebensphase heranführen kann. Mehr als 20 Unternehmen und Kommunen der Region beteiligen sich und dokumentieren damit gesellschaftliche und soziale Verantwortung für ihre Mitarbeiter und die Region. (CSR= Corporate Social Responsibility)

Eine Übersicht zu bereits vorhandenen ehrenamtlichen Aktivitäten in TKS stellte Frau Erika Pusch, Projektkoordinatorin Neue Horizont, vor. Viele Menschen engagieren sich bereits in unserer Region. So z.B. in Sport- Sozial- und Kulturvereinen, in Bürgerinitiativen, in der Politik, in der Kirche oder bei der Akademie 2. Lebenshälfte im Projekt Alter engagiert sich für Zukunft. Die Übersicht zeigt, wie umfangreich und vielfältig die Tätigkeitsfelder sind. Würde es all diese Aktivitäten nicht geben, wären viele Angebote einfach nicht vorhanden. Nicht vorstellbar! Es bewahrheitet sich immer wieder: Da wo sich Menschen einbringen, sich freiwillig engagieren, lebt die Gemeinde, die Kommune, die Region. Das Leben dort ist für alle Menschen bunter, lebenswerter.

Frau Schulze, Studentin der Gesundheitswissenschaften und Physiotherapeutin ging in ihrem Vortrag Ehrenamt und Gesundheit anschließend den Fragen nach:  Wie lässt sich Gesundheit im Alter fördern?        Ist ehrenamtliches Engagement eine Möglichkeit dafür?
Forschungen zum Thema Engagement und Gesundheit belegen eindeutig, Engagement im Alter fördert und verbessert das subjektive Gesundheitsgefühl und das individuelle Wohlbefinden. Diese positiven Aussagen bestätigt auch der Alterssurvey.  Frau Schulze empfahl aufgrund ihrer Recherchen das Ehrenamt als ein „Sprungbrett“ in eine gesunde und aktive neue Lebensphase! 

Herr Piecha, Büroleiter des Bürgermeisters und Personalreferent der Gemeinde Kleinmachnow, gab abschließend einen Einblick, wie aus seiner Sicht, Personalverantwortliche in Kommunen ausscheidende Mitarbeiter für ein mögliches ehrenamtliches Engagement sensibilisieren können. Diese „Empfehlung“ ist Bestandteil des Abschlussgespräches mit ausscheidenden Mitarbeitern. Dabei wird auch das Informationsmaterial vom Projekt Neue Horizonte der Akademie 2. Lebenshälfte übergeben.

  • Die Gespräche sollten rechtzeitig geführt werden.
  • Die Gespräche sollten „behutsam“ geführt werden.
  • Viele der Ausscheidenden haben bereits feste Vorstellungen vom zukünftigen Rentnerdasein. Reisen und eigene Hobbys spielen dabei eine große Rolle wie auch das Engagement für die eigene Familie besonders auch für die Enkelkinder.

Seiner Meinung nach würden die Ruheständler erst einmal diese Vorhaben im Focus haben. Bezüglich eines ehrenamtlichen Engagements sollte man sie 1-2 Jahre später noch einmal kontaktieren.
Prinzipiell unterstützt er die Projektziele von Neue Horizonte empfiehlt, aber dafür noch mehr Werbung zu machen, präsenter sein, mehr zu informieren.
Das wurde auch in der anschließenden Diskussion mit allen anderen Anwesenden hervorgehoben und gewünscht. Dazu muss jedoch angemerkt werden, dass alle kontaktierten Unternehmen gern das Projekt Neue Horizonte unterstützen wollen, weil sie ehrenamtliches Engagement der Menschen für die Region natürlich fördern wollen, weil sie es als wichtig und sinnvoll erachten. Sie zählen das aber nicht zu ihren Kernaufgaben - für sie ist es mehr oder weniger eine freiwillige Leistung.

Für unsere weitere Arbeit ist das ein Zeichen dafür, dass unser Anliegen ein Lernprozess in einigen Unternehmen ist, der sich entwickeln muss.  Für die Teilnehmer der Veranstaltung war jedoch klar:

Damit sich alle - Junge wie Alte- in unserer Region wohlfühlen und gern hier leben, braucht es auch zukünftig das freiwillige Engagement der Menschen, aber auch die Unterstützung, der Kommunen, Unternehmen, Vereine und der Politik.  Nur im gemeinsamen Wirken der genannten Akteure bleibt die Region TKS auch in Zukunft für alle Menschen liebens- und lebenswert.

Neue Horizonte ist Bestandteil des Seniorenpolitischen Maßnahmenpaketes der Landesregierung (Projekt 28) und wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Frauen des Landes Brandenburg.

 
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