gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Beteiligungsworkshop 1: „Wohnen und Leben im Quartier gestalten“
Termin und Ablauf
Freitag den 10. Februar 2023
(im Rahmen des Runden Tisches „Wohnen im Alter“)
Folgender einheitlicher Ablauf ist für die Expert:innenWorkshops vorgesehen:
Phase 1: Begrüßung, Orientierung und thematischer Einstieg
Phase 2: Diskussion
Phase 3: Ergebnissicherung, Ausblick und Abschied
Materialien
Arbeitsmaterialien für die einzelnen Beteiligungsworkshops sind jeweils auf einer Unterseite zusammmengefasst:
Siehe: Arbeitsmaterialien
Dokumentation
Ihren Anfang nahm die sechsteilige Workshopreihe am 10.02.2023 von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr mit dem Thema "Wohnen und Leben im Quartier gestalten". An der lebhaften und ergebnisorientierten Diskussion beteiligten sich rund 20 eingeladene Vertreter:innen aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung, Politik, Wohnungsunternehmen und Wohlfahrtsverbänden sowie engagierte Senior:innen.
Zunächst benannte der Landesseniorenbeauftragte des Landes Brandenburg, Norman Asmus, Ziel und Zweck der Workshopreihe und ordnete sie in den Prozess der Fortschreibung der Seniorenpolitischen Leitlinien durch die Landesregierung ein. Ihm schlossen sich Anke Pergande von der Akademie 2. Lebenshälfte mit einer kurzen Darstellung der Umfrage im vergangenen Jahr und ihren Ergebnissen zum Thema "Wohnen im Alter" sowie Beate von Zahn von der Fachstelle für Altern und Pflege im Quartier mit Ausführungen zu den Ergebnissen der Seniorenpolitischen Fachtagung im vergangenen Jahr an.
Das sich anschließende Gespräch drehte sich um die drei Themen "Wohnungsbau und Wohnraumförderung", "Wohnraumanpassungsberatung" sowie "Altersgerechtes Wohnumfeld und Quartiersgestaltung". Beleuchtet wurden jeweils der aktuelle Stand, welche Bedarfe und Probleme es gibt, die Ziele und mögliche Maßnahmen, die zur Zielerreichung notwendig sind. Benannt wurden außerdem Beispiele guter Praxis, aus denen ebenfalls Maßnahmen abgeleitet wurden. Die Ergebnisse wurden protokolliert und stehen auf dieser Seite zum Download zur Verfügung.
Die wichtigsten Punkte waren:
Wohnungsbau und Wohnraumförderung:
Es ist in den vergangenen Jahren hinsichtlich des altersgerechten Wohnens und der Beratung viel passiert. Eine schon jetzt drängende Frage, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird, ist die nach der finanziellen Lage der Senior:innen, da Wohnraum ein Bedürfnis ist, das im Spannungsfeld zwischen Notwendigkeit und finanziellen Möglichkeiten betrachtet werden muss. Es muss also der Bestand an bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum vergrößert werden. Wege dies zu erreichen, sind beispielsweise die Förderung des generationenübergreifenden Wohnens und die gezielte Beratung von Bauherrn, bei Neubau von Anfang mit Blick auf die Zukunft barrierefrei zu bauen und dabei auch digitale Möglichkeiten einzubeziehen.
Wohnraumanpassungsberatung:
Aktuell besteht an vielen Pflegestützpunkten bereits die Möglichkeit, sich hinsichtlich einer Wohnraumanpassung beraten und bei Bedarf auch im Prozess begleiten zu lassen. Ein großes und schwieriges Thema sind hier bei die Finanzierung, mögliche Förderungen und die zu erfüllenden Voraussetzungen. Gleichzeitig erkennt ein großer Anteil erst in der akuten Situation den eigenen Bedarf an Anpassung des Wohnraums und muss dann unter Zeitdruck handeln. Wege, diesem vorzubeugen, werden im flächendeckenden Ausbau qualifizierter und leicht erreichbarer Beratungsangebote, beispielsweise auch von den Kommunen übernommen, gesehen, die von Musterwohnungen und Showrooms ergänzt werden.
Altersgerechtes Wohnumfeld und Quartiersgestaltung:
Das Denken an städtischen und ländlichen Wohnraum muss um den Wohnraum im Umland mit den ihm eigenen Charakteristika als nicht gewachsene Struktur ergänzt werden. Es gilt, vorhandene (soziale) Strukturen zu stärken, einzubinden und durch den Ausbau von Infrastruktur zu ergänzen, da das barrierefreie Wohnen nur in einem möglichst barrierefreien Wohnumfeld realisierbar ist. Bei Betrachtung des Sozialraums als Ganzes wird deutlich, dass Generationen gemeinsame Interessen und Bedürfnisse haben, denen es nachzukommen gilt. Mit der Förderung des generationenübergreifenden Wohnens können gleichzeitig Begegnungsorte geschaffen werden und so auch die Entwicklung des ländlichen Raumes und des Umlandes günstig beeinflusst werden.
Die Ergebnisse zum Download
BWS1 - Workshop "Wohnen und Leben im Quartier gestalten" 2023-02-10 - Fotoprotokoll
PDF-Datei (1 MB), Februar 2023
BWS1 - Workshop "Wohnen und Leben im Quartier gestalten" 2023-02-10 - Ergebnisse (Tabelle)
PDF-Datei (37 kB), Februar 2023
Partner
Partner bei der Planung und Umsetzung des Beteiligungsworkshops ist die
Fachstelle für Altern und Pflege im Quartier (FAPIQ)


